Fr 08. + Sa 09Beginn um 19:30 Uhr

Doppelkonzert mit: 

 

The Red Hot Serenaders und Notty`s Jug Serenaders

The Red Hot Serenaders

Vintage Blues & Swing

 

Mit Tanja Wirz und Rainer Wöffler

 

 

Wie soll's denn schmecken? Sweet oder Hot? Keine Frage, die Red Hot Serenaders machen einfach beides: Rainer Wöffler und Tanja Wirz servieren hochprozentigen Blues, heissen Jazz, zartbittere Chansons, schmelzende Hawaiimusik und rattenscharfen Ragtime. Zubereitet werden diese hauptsächlich aus den 20er- und 30er-Jahren stammenden musikalischen Leckerbissen auf einer breite Palette von Instrumenten. Ob Gitarre, Ukulele, Mandoline, Bottleneck, Waschbrett, Cajon oder Klarinette: Nichts ist vor den beiden begeisterten Musikanten sicher. Gespielt wird stilgerecht auf Instrumenten ohne Strom, dafür mit umso mehr Groove, zweistimmigem Gesang, einer Prise Schmalz, einem Augenzwinkern und einem Schuss Frim Fram Sauce. Guten Appetit! 

 

NOTTY'S JUG SERENADERS – Jug Band Blues

 

 

Thomas Banholzer (Jug, Trompete, Kazoo, Perkussion, Stimme), Andreas Dannenmayer (Stimme, Banjolele, Mundharmonika, Zigarrenkistengitarre, Löffel) und Notker Homburger (Stimme, Gitarre, Kazoo) interpretieren bekannte und wenig bekannte Bluesklassiker im Jug Band Stil – gemixt mit einer Messerspitze Ragtime, einer Prise Hillbilly, einer ordentlichen Dosis Soul … – lassen Sie sich überraschen!

 Fotos: Helmut Bär                                                                                                        Zeichnung: Robert Crumb

 

Mi 27. + Sa 30. / Beginn um 20:00 Uhr

 

" Du sollst den Wald nicht vor dem Hasen loben"

Ein Stück über Demenz, die Vergangenheit und die Zukunft, Wahrheit und Lüge

Gastspiel Stückewerkstatt Berlin in der Zimmerbühne Konstanz

 

Am 27. und 30. Januar 2021 gastiert die „Stückewerkstatt Berlin“ in der Konstanzer Zimmerbühne. Für die Theaterfrau Christa Müller ist dieses Gastspiel von besonderer Bedeutung, eine kleine Heimkehr. Von 1983-93 war sie als Dramaturgin am Stadttheater Konstanz engagiert, stand gelegentlich auch auf der Bühne, für sie eine prägende Zeit ihrer Theaterkarriere. Die führte sie über das Schauspiel Hannover, das Thalia Theater Hamburg zuletzt ans Deutsche Theater Berlin, wo sie 2009-2018 die Autorentheatertage kuratierte. Ihren „Ruhestand“ nutzt sie nun, um eigene Projekte zu verfolgen. 2019 gründete sie die „Stückewerkstatt Berlin“ und produzierte zusammen mit der Schauspielerin Anna von Schrottenberg und der Regisseurin France-Elena Damian das Stück „Du sollst den Wald nicht vor dem Hasen loben“ von Jörn Klare, das im Oktober 2019 am Theater Aufbau Kreuzberg Premiere hatte, gefolgt von einer Reihe von Gastspielen in Berlin, Zürich und beim European Festival of the Night in Norwegen. Dann stoppte Corona die Erfolgsserie. Jetzt hoffen alle Beteiligten, dass Ende Januar in Konstanz wieder vor Publikum gespielt werden darf.

Das Stück dreht sich um eine Mutter (75), eine Tochter (40) und einen abwesenden Vater. Die Tochter will endlich wissen, wer ihr Vater war. Ein Leben lang hat die Mutter die Antwort auf diese Frage verweigert. Mittlerweile wird die Zeit knapp, ihre Erinnerungen verschwimmen, drohen ganz zu verlöschen. Je mehr im Kopf der Mutter durcheinandergerät, desto heftiger überschlagen sich die Emotionen. Wehmut und Witz wechseln im Sekundentakt. „Du sollst den Wald nicht vor dem Hasen loben“ ist ein Stück über das Erinnern, das Verdrängen, das Vergessen, das sich Verlieren und die Frage, was es bedeutet, wenn ein Mensch in die Demenz abdriftet, wenn es keine Gewissheiten mehr gibt – nicht für die ihm Nahestehenden und nicht für ihn selbst.

 

 

Es spielen: Christa Müller und Anna von Schrottenberg

Regie: France-Elena Damian

Der Autor Jörn Klare

 

 

Jörn Klare, Journalist und Autor, geboren 1965 in Hohenlimburg, lebt in Berlin, schreibt Features und Reportagen (u.a. für den Deutschlandfunk und Die Zeit), sowie Bücher und Theaterstücke. 2012 erschien das Sachbuch „Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand. Vom Wert des Lebens mit Demenz“, das im Kern um die Krankheit seiner Mutter kreist. 2015 erlebt dann das Theaterstück „Du sollst den Wald nicht vor dem Hasen loben“ seine Uraufführung in Karlsruhe. Es erzählt eine fiktive Geschichte, Mutter und Tochter sind erfundene Figuren, aber man merkt ihnen an, dass Klares Erfahrungen mit seiner eigenen Mutter und seine Erkenntnisse in Sachen Demenz in das Stück eingeflossen sind. Der Mann, weiß, worüber er schreibt.

Zimmerbühne in der Niederburg

St. Johanngasse 2      

78462 Konstanz

Foto: Ebi Kern
Foto: Ebi Kern